Veränderte Schmerzschwellen während und nach Opioidentzug bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen

Opioide als stärkste Schmerzmittel nach WHO wurden zunehmend für chronische muskulosklettale Nichttumorschmerzen eingesetzt. Ziel dieser longitudinalen Studie war es, die Schmerzsensitivität von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (CR) unter Opioidtherapie (OT) im Vergleich zu multimodaler Schmerztherapie (MMST) zu untersuchen, um herauszufinden, welche Therapieoption den Patienten bezüglich Schmerzlinderung besser hilft.
Es wurden 34 opioidpositive (OP) und 33 opioidfreie (OF) Patienten mit CR einer 3-wöchigen MMST unterzogen. Als Kontrolle dienten 28 gesunde Probanden (GP). Vor Therapie und 3 Wochen sowie 6 Monate später wurden Temperaturwahrnehmungen und Schmerzschwellen durch quantitative sensorische Testung (QST) untersucht. Weiterlesen

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Neuropathische Schmerzsyndrome und Neuroplastizität in der funktionellen Bildgebung

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Neuropathische Schmerzsyndrome sind durch das Auftreten von spontanen und Stimulus-induzierten Schmerzen gekennzeichnet. Stimulus-induzierte Schmerzen (Hyperalgesie und Allodynie) können prinzipiell aus Sensibilisierungsprozessen im peripheren (primäre Hyperalgesie) oder zentralen Nervensystem (sekundäre Hyperalgesie) resultieren. Während die zugrunde liegenden pathophysiologischen Vorgänge am Nozizeptor und die relevanten spinalen synaptischen Prozesse mittlerweile besser verstanden werden, sind die zerebralen Areale, die für die Vermittlung von Hyperalgesie und Allodynie relevant sind, noch Gegenstand kontroverser Diskussion. In den letzten Jahren haben sich insbesondere durch den Einsatz von funktionellen bildgebenden Methoden (funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT; Magnetenzephalographie, MEG; Positronenemissionstomographie, PET) neue Einblicke in fehlgeleitete Verarbeitungsprozesse von neuropathischen Schmerzsyndromen ergeben. In dieser Übersicht werden verschiedene Mechanismen erläutert, Weiterlesen

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F45.41 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren

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Die Genese und Aufrechterhaltung der meisten chronischen Schmerzsyndrome ist weder monokausal somatisch noch monokausal psychologisch, sondern multifaktoriell. Die ICD-10-GM Version 2009 wurde um die Diagnose „Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren“ erweitert, weil die bisherige diagnostische Klassifikation den biopsychosozialen Charakter chronischer Schmerzen nicht wiedergegeben hat. Für die Mehrzahl der Patienten ist eine Dichotomisierung in psychisch vs. organisch bedingte Schmerzen unzutreffend und mit dem gültigen Wissensstand nicht vereinbar. Mit der Erweiterung der Klassifikation wird in angemessener Weise zum Ausdruck gebracht, dass psychischen Faktoren oftmals eine wichtige Bedeutung im Chronifizierungsprozess und bei der Behandlung zukommt. In der vorliegenden Kodierhilfe werden verschiedene Aspekte der neu eingeführten Diagnose präzisiert und mögliche differenzialdiagnostische Probleme diskutiert. Dazu gehört v. a. die Abgrenzung von Diagnosen, die im Zusammenhang mit Schmerz häufig gestellt werden, und Empfehlungen, wie und ob Komorbiditäten kodiert werden können und sollen. Gleichzeitig werden klinisch relevante Schmerzsyndrome von Schmerz als Alltagsphänomen abgegrenzt. Abschließend werden der Kontext, in dem diese Diagnose gestellt wird, und spezifische Probleme im Zusammenhang mit dem DRG-System diskutiert.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Probleme beim Newsletterversand

Liebe Abonnenten,

unerfreulicherweise gibt es Probleme mit dem Modul zum Newsletterversand auf dem neuen Server. Das Modul hat nach dem Versand den Zähler nicht zurückgesetzt und so wurde bei jedem Zugriff auf die Seite ein „neuer“ Newsletter verschickt. Ich bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Ich habe den Versand nun auf manuell umgestellt und das Problem dürfte damit vorläufig gelöst sein. Ich hoffe es treten keine weiteren Schwierigkeiten mit dem Umzug auf.

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Neue Internetadresse

Der bisherige Internetauftritt „Netzwerk Reha-Psychologie“ (www.reha-psychologie.net) zieht um.

Aus technischen Gründen (Speicherplatz, Datenbank) muss auf einen neuen Server umgezogen werden. Um die Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten wurden zwei parallele Systeme eingerichtet. Die alte domain ist nach wie vor erreichbar, allerdings wird es dort keine neuen Inhalte mehr geben. Die Artikel sind weitgehend auf die neue domain (www.psychologie-aktuell.info) umgezogen.

Sobald die neue Seite vollständig ist und alle Funktionen und Links geändert wurden, wird die alte Seite nicht mehr verfügbar sein und Anfragen werden automatisch auf die neue Domain umgeleitet.

Sollten Sie Fehler oder Probleme bemerken, dann bitte ich um eine kurze Rückmeldung, damit ich diese zeitnah beseitigen kann. Vielen Dank.

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Krankheitsbelastung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) gehen häufig mit psychosozialen Beeinträchtigungen einher. Ziel dieser Studie war es, die Relevanz subjektiver Krankheitskonzepte hinsichtlich Krankheitsbelastung bei CED zu untersuchen.
Anhand der querschnittlichen Erhebung an 62 CED-Patienten soll der Zusammenhang zwischen (1) subjektivem Krankheitskonzept (Illness Perception Questionnaire, revised; IPQ-R), (2) medizinischen Parametern der Erkrankung, (3) affektiven Parametern (Hospital Anxiety and Depression Scale, HADS) und krankheitsbezogener Gesamtbelastung (Fragebogen zur Messung psychosozialer Belastungen bei CED, FBCED) ermittelt werden.
Sowohl subjektive Krankheitskonzepte als auch körperliches Befinden zeigten sich in multiplen Regressionsanalysen als signifikante Prädiktoren krankheitsbezogener Belastung und trugen bedeutend zur Varianzaufklärung (R2=0,70) bei.
Auch wenn medizinische und affektive Parameter kontrolliert werden, spielen subjektive Krankheitskonzepte der Patienten eine bedeutende Rolle hinsichtlich der krankheitsbezogenen Gesamtbelastung. Dies eröffnet Möglichkeiten, einen somatopsychologischen Ansatz in die Therapie der CED zu integrieren.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Adipositas-Zentrum entsteht in Leipzig

Am Universitätsklinikum Leipzig entsteht ein Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) für Adipositas-Erkrankungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das IFB die nächsten fünf Jahre mit insgesamt 24 Millionen Euro. Eine weitere Förderung über 25 Millionen Euro ist für die folgenden fünf Jahre geplant.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Adipositas-Zentrum entsteht in Leipzig“

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Alter und Gesundheit

Mit fortschreitendem Alter ist ein deutlicher Anstieg von Gesundheitsproblemen zu beobachten, gleichzeitig wächst die Komplexität der vorliegenden Beeinträchtigungen. Neben den diagnostizierten somatischen und psychischen Erkrankungen spielen Funktions- und Fähigkeitsstörungen und auch die selbst eingeschätzte Gesundheit eine wichtige Rolle. Gesundheit im Alter ist heute und zukünftig ein Thema von hoher individueller und gesellschaftlicher Bedeutung. Für gesundheitspolitische Planungen sind die Abbildung des Morbiditätsgeschehens und Prognosen von großer Bedeutung. Sie erfordern repräsentative, valide, aktuelle und über die Zeit vergleichbare Daten. Die Datengrundlagen der Gesundheitsberichterstattung im Bereich Gesundheit älterer Menschen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Nach wie vor bestehen allerdings Datenlücken, zum Beispiel im Bereich der Teilhabestörungen. Forschungsbedarf besteht wegen der Spezifik der Gesundheitsprobleme Älterer unter anderem bei der Erhebungsmethodik und der Auswahl geeigneter Indikatoren.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Herausforderungen an die Gesundheitsforschung für eine alternde Gesellschaft am Beispiel „Multimorbidität“

Indem ein wachsender Anteil der Bevölkerung ein hohes Alter erreicht, ändern sich Krankheitsspektrum und Versorgungsbedarf. Besondere Herausforderungen für das Gesundheitssystem ergeben sich durch Mehrfacherkrankung (Multimorbidität) älterer Menschen. Im Gegensatz zu krankheitsspezifischen Endpunkten treten Funktion im Alltag und subjektive Ergebnisdimensionen wie selbstbestimmte Lebensführung (Autonomie), soziale Teilhabe und Lebensqualität als Präventions- und Behandlungsziel in den Vordergrund. Die Gesundheitsforschung hat die Aufgabe, auf die Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen alter Menschen abgestimmte Präventions- und Versorgungsmodelle zu entwickeln. Entscheidend dabei ist die Stärkung von personalen, sozialen und organisatorischen Ressourcen. Voraussetzung hierfür sind genaue Kenntnisse zur Entwicklung und zum Verlauf des Krankheitsgeschehens und zu zentralen Einflussfaktoren auf der Grundlage epidemiologischer Beobachtungsstudien. Gezielte Maßnahmen sind in Interventions- und Evaluationsstudien auf Wirksamkeit, Wirkung und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Förderungsschwerpunkt „Gesundheit im Alter“ fördert insgesamt sechs Forschungsverbünde zum Thema Multimorbidität, die hier kurz vorgestellt werden.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Demografischer Wandel und Krankheitshäufigkeiten

Der demografische Wandel und sein Einfluss auf die Krankenversorgung werden teilweise heftig diskutiert. Ziel dieser Arbeit ist die Projektion von Erkrankungsraten basierend auf der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung und auf bevölkerungsbezogenen Daten zu wichtigen Erkrankungen. Bis 2050 wird die deutsche Bevölkerung insgesamt um etwa 16% schrumpfen. Gleichzeitig wird die Zahl der über 65-Jährigen um 38% und der über 80-Jährigen um 156% steigen. Dabei führen insbesondere die geburtenstarken Jahrgänge zu einer vertikalen Welle durch die Alterspyramide mit einem überproportional steigenden Anteil an älteren Menschen. Die Häufigkeit von Erkrankungen mit ausgeprägtem Altersbezug wie ambulant erworbene Pneumonie, altersbedingte Makuladegeneration, Demenz, Oberschenkelhalsfraktur und Herzinfarkt wird bis 2050 unter der Annahme gleich bleibender Erkrankungswahrscheinlichkeiten stark zunehmen. Zu den häufigsten Erkrankungen 2050 werden die Hypertonie und die Arthrose zählen. Langfristig wirkende gesundheitspolitische Weichenstellungen sollten jetzt vor dem Hintergrund dieser Projektionen verantwortungsvoll bedacht werden. Ein breit angelegter gesellschaftlicher Diskurs über Basisversorgung und Priorisierung scheint dringend erforderlich.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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