Psychische und physische Befindlichkeit von Patienten mit Thoraxschmerzen in der kardiologischen Ambulanz

Ziel dieser explorativen Querschnittstudie war, das körperliche und psychische Befinden von Patienten mit Thoraxschmerzen in Abhängigkeit vom Vorliegen einer kardialen Erkrankung (Koronare Herzerkrankung, andere kardiale Erkrankung, keine kardiale Erkrankung, unklare Diagnose) zu untersuchen.

Methodik: Konsekutiv konnten 383 Patienten, die wegen Thoraxschmerzen in der kardiologischen Ambulanz vorstellig wurden, hinsichtlich Angst und Depressivität (HADS) sowie körperlicher Beschwerden (B-L) befragt werden.

Ergebnisse: Bei der Hälfte aller Patienten konnte keine kardiale Erkrankung zur Erklärung des Thoraxschmerzes nachgewiesen werden. Das körperliche und psychische Befinden der Patienten war unabhängig vom Vorhandensein einer kardialen Erkrankung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung beeinträchtigt. Weiterlesen

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Psychische und physische Befindlichkeit von Patienten mit Thoraxschmerzen in der kardiologischen Ambulanz

Das Gehirn plant im Voraus – wenn es kann

Wissenschaftler aus Freiburg haben herausgefunden, dass unterschiedliche Gehirnaktivitäten die gleiche Bewegung hervorrufen können – je nachdem, wie gut die Bewegung vorbereitet ist.
Es hängt sehr von den konkreten Umständen ab, wie viel Aufwand unser Gehirn für die Planung und Vorbereitung einer Bewegung treiben kann. Mal greift man nach einem Objekt, das vor einem auf dem Tisch steht – man kann die Bewegung gut vorbereiten. Mal greift man danach, wenn es überraschend herunter fällt – man muss schnell reagieren und hat keine Zeit, im Voraus zu planen….

Quelle: Das Gehirn plant im Voraus – wenn es kann (06.11.2009) – DocCheck News

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln, Allgemein | Kommentare deaktiviert für Das Gehirn plant im Voraus – wenn es kann

Subjektive Krankheitskonzepte bei depressiven Störungen

Depressive Störungen sind ein weit verbreitetes und oft chronisches Gesundheitsproblem mit erheblichem Leiden des Individuums und hohen Gesundheitskosten. Die subjektiven Wahrnehmungen einer solchen Erkrankung korrelieren mit deren Bewältigung. Dies kann insbesondere für depressive Störungen angenommen werden, da bei Depressionen die dysfunktionalen kognitiven Bewertungsprozesse sowohl ätiologisch relevant sind als auch die Krankheitsbewältigung ungünstig beeinflussen. Diese Studie hat zum Ziel, Zusammenhänge zwischen Dimensionen der Krankheitskonzepte von Patientinnen und Patienten, der depressiven Symptomatik und positivem Affekt zu untersuchen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Subjektive Krankheitskonzepte bei depressiven Störungen

Stress in der Kindheit sensitiviert für Stress im Erwachsenenalter

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Stress in der Kindheit dauerhaft für weitere Stresserfahrungen sensitiviert. Besteht bei Patient/innen mit psychischen Erkrankungen ein Zusammenhang zwischen kindlicher Stressbelastung und Belastung durch Stress im Erwachsenenalter und gilt dieser unabhängig von der Diagnose? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Stress in der Kindheit sensitiviert für Stress im Erwachsenenalter

Messung chronischer Erschöpfung

Die Fatigue Skala (FS) stellt ein international verbreitetes Instrument zur Diagnostik anhaltender Erschöpfungszustände dar. Ziel zweier Studien war die psychometrische Überprüfung der deutschen FS.  Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Messung chronischer Erschöpfung

Traumatisierte Therapeuten? Ein Überblick über sekundäre Traumatisierung

Sekundäre Traumatisierung umfasst Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und negativ verzerrte Grundüberzeugungen, die Trauma-Therapeuten durch die Konfrontation mit Berichten über traumatische Ereignisse seitens ihrer Patienten entwickeln. Diese systematische Übersicht untersucht, inwieweit theoretische Veröffentlichungen zu sekundärer Traumatisierung auch eine empirische Grundlage haben. Wir fassen 21 quantitative Studien zu den psychologischen Konsequenzen trauma-therapeutischer Arbeit zusammen. In etwa der Hälfte der Studien gab es Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln, Allgemein | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Traumatisierte Therapeuten? Ein Überblick über sekundäre Traumatisierung

Autonomiefalle in der Betreuung onkologischer Patienten

Respekt vor der Autonomie ist ein zentrales ethisches Prinzip, das auch im medizinischen Kontext große Bedeutung erlangt hat. Onkologische Patienten stehen aufgrund der existenziellen Bedrohung durch die Erkrankung in einem besonders assymetrischen Verhältnis zu ihrem Arzt. Sie sind nicht nur auf medizinisch fachliche Hilfe angewiesen, sondern auch auf Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Der Wandel vom Paternalismus zur Autonomie hat – nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen – dazu geführt, dass Patienten jede Behandlung autorisieren müssen und dabei manchmal auch Entscheidungen delegiert werden. Um rechtlich relevante Aufklärungsmängel zu vermeiden, werden Patienten sehr umfassend und defensiv aufgeklärt, was zu Verängstigung und Überforderung führen kann. So kann die zum Nutzen der Patienten gedachte Autonomie manchmal in der Not der Krankheit auch zu einer Falle werden. Um diese Fehlentwicklung zu vermeiden, ist besondere Aufmerksamkeit auf sensible und kontinuierliche Aufklärung, Begleitung und gemeinsame Entscheidungsfindung zu richten.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Autonomiefalle in der Betreuung onkologischer Patienten

Und wo bleibt die Zuwendung?

Gerade angesichts der zunehmenden Implementierung ökonomischer Denk- und Wertmuster in die Medizin läuft die moderne Medizin Gefahr, sich allein an den ökonomischen Selbstgesetzlichkeiten zu orientieren und hierbei ihre ureigene Identität als Institution der Hilfe nicht mehr zum Kerngehalt ihres Seins zu erklären. Medizin bedeutet aber mehr als Befolgung von Klientenwünschen. Vielmehr konstituiert sich Medizin durch die Ausrichtung auf das Wohl des Patienten. Hierzu ist es notwendig, Autonomie und Fürsorge miteinander in Verbindung zu bringen. Es wird dafür plädiert, die soziale und karitative Dimension der Arzt-Patient-Beziehung aufrechtzuerhalten und diese gerade im Bereich der Onkologie nicht dem Kriterium der Marktfähigkeit unterzuordnen.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Und wo bleibt die Zuwendung?

Sport bei Krebspatienten

Sport und körperliche Aktivität sind wirksame Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Ihre Rolle bei Tumorpatienten wurde jedoch lange Zeit unterschätzt. Weltweit machen Lebensumstände etwa 50–75% des Krebsrisikos aus. Bei einer wachsenden Zahl von Malignomen ist Bewegungsmangel neben Adipositas und Fehlernährung von kritischer Bedeutung. Das Bindeglied zwischen Adipositas, Bewegungsmangel und Krebs stellen die insulinartigen Wachstumsfaktoren dar, die evtl. für die Entwicklung einer endokrinen Therapieresistenz mitverantwortlich sind. Die Beeinflussung des Glukose- und Insulinstoffwechsels entwickelt sich deshalb zu einer neuen und ergänzenden Strategie gegen malignes Zellwachstum. Darüber hinaus zeigten zahlreiche Untersuchungen, dass regelmäßige körperliche Aktivität bei Tumorpatienten nicht nur zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch zu einer Reduktion der Nebenwirkungen der Therapie (v. a. der Fatigue), einer Stimmungsaufhellung und einer Zunahme der Lebensqualität führt.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Sport bei Krebspatienten

Gerechtigkeit in der Krebstherapie

Der Beitrag entwirft ein Gerechtigkeitskonzept, das im Sinne der WHO von der grundsätzlichen Gleichheit aller Menschen im Blick auf ihr Recht auf Leben und damit verbunden ihr Recht auf eine bestmögliche Behandlung bei Krebserkrankungen und den daraus resultierenden Pflichten ausgeht. Dabei stellt sich insbesondere das Problem der Verteilungsgerechtigkeit bei der Krebstherapie, sobald man über den nationalen Tellerrand hinausschaut und global denkt. So standen im Jahr 2006 beispielsweise für Menschen im Kongo 18 $, für uns in Deutschland 3328 $ und für US-Bürger 6714 $ im Durchschnitt zur Verfügung.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Gerechtigkeit in der Krebstherapie