Soziale Determinanten des Tabakkonsums bei Erwachsenen in Deutschland

Erkenntnisse über soziale Unterschiede im Rauchverhalten sind eine wesentliche Voraussetzung für eine zielgruppenorientierte Tabakprävention. Mit den in Deutschland verfügbaren Daten lässt sich bezüglich der Erwachsenenbevölkerung zeigen, dass Personen mit niedriger Bildung, niedrigem Berufsstatus und geringem Einkommen vermehrt rauchen. Hohe Rauchquoten finden sich außerdem bei arbeitslosen und alleinerziehenden Männern und Frauen und in bestimmten Migrantengruppen. Ein Vergleich zwischen den Bundesländern weist auf einen engen Zusammenhang zwischen der Rauchquote und der Armutsbetroffenheit hin

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten anhand von Routinedaten einer Krankenkasse

Die ICD-Klassifikation bietet keine zufriedenstellenden Möglichkeiten zur Identifikation von Schmerzpatienten. In der vorliegenden Arbeit wurde daher auf der Basis von Diagnose- und Verordnungsdaten des Jahres 2006 einer gesetzlichen Krankenkasse (DAK) ein alternatives Verfahren zur Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten entwickelt, das auf 2 Annahmen basiert: 1. Versicherte (VS) ohne Verordnungen von Analgetika, aber mit Diagnosemustern, die charakteristisch sind für VS, die mit Opioiden behandelt werden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls Schmerzpatienten. 2. Jede Diagnosekombination lässt sich auf eine behandlungsleitende Diagnose aus einer Diagnosegruppe gemäß dem Patientenklassifikationssystem CCS (Clinical Classifications Software) zurückführen. Die Selektion dieser Diagnosegruppe (CCS) ermöglicht die Zuordnung eines VS zu ausschließlich einem Schmerztypen. Mithilfe dieser Methode konnten wir 65 Kombinationen von CCS-Diagnosegruppen – aggregiert zu 9 Schmerztypen – identifizieren, denen sich 77,1% der Patienten mit mindestens 2 Opioidverordnungen zuordnen ließen: Diese entfielen zu 26,3% auf arthrosebedingte Schmerzen, zu 18,0% auf Schmerzen bei Bandscheibenerkrankungen, zu 13,1% auf andere spezifische Rückenschmerzen, zu 6,7% auf neuropathische Schmerzen, zu 4,5% auf nichtspezifische Rückenschmerzen, zu 4,2% auf Kopfschmerzen, zu 2,4% auf Schmerzen nach traumatischen Frakturen, zu 1,3% auf Schmerzen bei multimorbiden, pflegebedürftigen Patienten und zu 0,6% auf krebsbedingte Schmerzen. Basierend auf unserem Verfahren, lassen sich Versicherte selektieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an mittleren bis schweren Schmerzen leiden und deren Versorgungssituation mittels Routinedatenanalysen untersucht werden kann.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Heilpraktiker und öffentliches Gesundheitswesen

Heilpraktiker dürfen in Deutschland die Heilkunde ausüben, ohne Arzt zu sein. Im Gegensatz zu Ärzten benötigen Heilpraktiker weder eine geregelte Ausbildung oder Fort- und Weiterbildung noch sind sie zwingend einer Kammerordnung unterworfen. Die einzige fachliche Voraussetzung vor Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis ist eine Überprüfung durch die Gesundheitsämter. Diese bezieht sich nicht auf die genauen Kenntnisse der Heilpraktiker-Anwärter, sondern wird ausschließlich mit dem Ziel durchgeführt, eine Gefahr für die Volksgesundheit auszuschließen. Auch wenn Behandlungsfehler oder Todesfälle bei Heilpraktikern beschrieben sind, besteht doch die größte Gefahr in der Verkennung schwerwiegender ärztlich behandlungspflichtiger Erkrankungen und somit in einer Gefährdung durch Unterlassen. Im vorliegenden Beitrag werden die Entwicklung des Heilpraktikerwesens in Deutschland und die damit verbundenen Pflichten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Überprüfung aufgezeigt

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Chemisch erwiesen: Sport wirkt gegen Depressionen

Tübingen (dpa) – Ausdauersport kann tatsächlich bei wiederkehrenden Depressionen hilfreich sein. Diese Beobachtung haben Forscher des Universitätsklinikums Tübingen nun biochemisch untermauert.
Bei Ausdauerbelastung schütte der Körper einen Nervenwachstumsfaktor aus, der bei Menschen mit wiederkehrenden Depressionen vermindert sei, teilte die Universität am Freitag mit….

Quelle: Chemisch erwiesen: Sport wirkt gegen Depressionen – Wissen – SZON

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Schmerz und Aufmerksamkeit

Das Leitsymptom der Fibromyalgie (FM) ist der chronische, muskuloskelettale Schmerz. Jedoch berichten die meisten Patienten über eine Vielzahl weitere Beschwerden und Symptome. Neben Müdigkeit, schneller Erschöpfbarkeit und Morgensteifigkeit sind Konzentrations- und Gedächtnisstörungen weitere Beschwerden, die erheblich zum Leidensdruck der Patienten beitragen. Dieser im englischen Sprachraum als „fibrofog“ bezeichnete Beschwerdekomplex wird zunehmend als eigenständiges Symptom erkannt und hält unter dem Begriff „dyscognition“ Einzug in die Fachliteratur. Es gibt bislang nur wenige Studien, die FM-Patienten gezielt auf neuropsychologische Defizite hin untersucht haben. Weiterlesen

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Glücksforscher: Karneval als kollektive Trance

München (dpa) ­ In kollektiver Trance, freizügig und ohne Hemmungen verborgene Seiten ausleben ­ das treibt nach Überzeugung von Glücksforscher Stephan Lermer die Narren in Deutschlands Karnevalshochburgen an.

«Es sind die extravertierten Menschen vornehmlich in katholischen Regionen, die zum Fasching oder Karneval die Sau rauslassen wollen», sagte der Münchner Experte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ob in Köln, München oder Brasilien, Karneval und Fasching fungierten als Ventil, um die sonst eher verpönte Fleischeslust auszuleben. «Für Hanseaten beispielsweise ist das Ganze zu oberflächlich, zu derb. In Berlin dagegen ist immer Fasching, weil sich dort kaum jemand um Kleidungs-Normen schert.»

Quelle: Glücksforscher: Karneval als kollektive Trance – Wissen – SZON

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Immer mehr Soldaten erkranken an Belastungsstörung

Die Zahl der Bundeswehrsoldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Verteidigungsministeriums, die der „Ärzte Zeitung“ vorliegen, ist besonders die Belastung bei Soldaten hoch, die in Afghanistan waren.

Die Armee hat 2009 insgesamt 466 Soldaten mit PTBS gezählt – 418 von ihnen waren aus Afghanistan zurückgekehrt. Im Jahr 2008 waren es 245 Soldaten, von denen 226 zuvor in Afghanistan eingesetzt worden waren. Das ist ein Anstieg von über 90 Prozent binnen eines Jahres.

Quelle: Immer mehr Soldaten erkranken an Belastungsstörung

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350 Experten diskutieren über «gefährdeten» Mann

Düsseldorf (dpa) – Männer in Deutschland sterben fünf Jahre jünger als Frauen, begehen dreimal so häufig Selbstmord, und Jungen sind die eindeutig schlechteren Schüler.
Vielfach fehlten den Söhnen in den Familien «emotional präsente Väter» und in Kindergärten und Schulen verständnisvolle männliche Erzieher, kritisierte der Düsseldorfer Psychoanalytiker Prof. Matthias Franz. «Es ist höchste Zeit, die kollektive Verleugnung dieser Problemzusammenhänge aufzubrechen», forderte der Experte vom Institut für Psychosomatische Medizin der Universität Düsseldorf. Rund 350 Wissenschaftler diskutieren hier am 19. und 20. Februar über den «gefährdeten» Mann.

Quelle: 350 Experten diskutieren über «gefährdeten» Mann – Online-Dienst für die Region von Aalen bis zum Bodensee, von Ulm bis zum Schwarzwald – SZON

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Seine Würde verliert, wer sich etwas in die Tasche lügt

Die Erforschung unseres Bewusstseins ist eines der spannendsten und kontrovers diskutiertesten Forschungsthemen unserer Zeit. Ist unser Bewusstsein ausschließlich über Hirnfunktionen zu erklären? Bleibt noch Platz für eine Seele? Ein Interview mit Professor Thomas Metzinger von der Uni Mainz, einem der renommiertesten deutschen Philosophen in Fragen der Bewusstseinsforschung.

Kann ich, können wir in Zukunft noch guten Gewissens an eine Seele glauben? Die Neurowissenschaftler werden zwangsläufig eine gesellschaftliche Diskussion auch über den Sinn des Lebens entfachen, in der wir dringend ethisch-moralische, philosophische Unterstützung benötigen.

Quelle: ‚Seine Würde verliert, wer sich etwas in die Tasche lügt‘

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Evidenzbasierte Behandlungselemente in der Rehabilitation von Patienten mit Depression – Eine Literaturübersicht

Hintergrund: Leitlinien gewinnen in den letzten Jahren eine immer größer werdende Bedeutung, auch im Bereich der rehabilitativen Versorgung. Auch für den Bereich der Rehabilitation depressiver Störungen wird derzeit eine Prozessleitlinie in einem mehrstufigen Verfahren entwickelt.

Ziel: Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen der ersten Entwicklungsphase einer Prozessleitlinie eine graduierte Bewertung der aktuellen Evidenzlage zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei depressiven Störungen durchzuführen.
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