Psychotherapeutische und psychosoziale Interventionen zur Unterstützung der Krankheits- bewältigung für Menschen mit Demenz im Frühstadium

Degenerative Demenzerkrankungen können bislang nicht kausal behandelt werden. Die folgende Review fasst den aktuellen Stand der nicht-medikamentösen Interventionen für Menschen mit einer leichten Demenz zusammen. Viele empirische Studien und Therapieempfehlungen sind auf der Basis eines Paradigmenwechsels entstanden und bedienen sich Instrumenten und Verfahren der qualitativen Sozialforschung. Innerhalb dieses Perspektivenwechsels steht das Krankheitserleben der Betroffenen im Vordergrund. Die vorgestellten Einzel- und Gruppentherapieansätze beruhen auf der Prämisse, dass Menschen mit Demenz nicht passive Opfer ihrer degenerativen Abbauprozesse sind, sondern ihre Krankheit aktiv zu bewältigen versuchen. Es werden ein Überblick über allgemeine Grundsätze der therapeutischen Arbeit mit Menschen mit Demenz gegeben sowie verschiedene personenzentrierte Interventionen (Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, kognitive Aktivierung) und Gruppentherapieansätze vorgestellt.

Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag

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Veränderungsmessung in der Psychotherapie mit dem Ergebnisfragebogen (EB-45)

Für ein kontinuierliches Monitoring psychotherapeutischer Veränderungen sind kurze, valide und veränderungssensitive Instrumente erforderlich. Die Eignung des Ergebnisfragebogens (EB-45) zu diesem Zweck wurde in dieser Studie untersucht. Anhand einer Bevölkerungsstichprobe (n = 232), einer Stichprobe von Bahnpendlern (n = 615), einer Stichprobe ambulanter Psychotherapiepatienten (n = 671) und einer Stichprobe stationärer Psychotherapiepatienten (n = 960) wurden Aspekte der konvergenten und diskriminativen Validität sowie die Veränderungssensitivität des Ergebnisfragebogens untersucht. Weiter wurden für die externen Kriterien „Suizidgedanken“ und „Arbeitsfähigkeit“ Sensitivitäts-Spezifitätsanalysen durchgeführt. Für die beiden klinischen Stichproben zeigte sich auf einzelnen Skalen des EB-45 eine Abhängigkeit vom Geschlecht, Alter und der klinischen Diagnose. Mäßige Konkordanzen (κ ~0.4) ergaben sich mit der Symptom-Checkliste und deren Kurzform, dem Brief Symptom Inventory, geringe Konkordanzen mit dem Fragebogen zur Lebenszufriedenheit und dem Gießener Beschwerdebogen. Die Diskrimination zwischen den klinischen und nicht-klinischen Stichproben war auf den einzelnen Subskalen und der Gesamtskala gut.

Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag

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Fragebogen zur Messung beruflicher Gratifikationskrisen

Das zur Erklärung gesundheitlicher Risiken infolge chronischer psychomentaler und sozioemotionaler Arbeitsbelastungen entwickelte Modell beruflicher Gratifikationskrisen ist in verschiedenen, z.T. internationalen epidemiologischen und experimentellen Untersuchungen anhand eines standardisierten Messverfahrens erfolgreich überprüft worden. Erstmals werden hier Ergebnisse der psychometrischen Testung des Messverfahrens an einer für die erwerbstätige Bevölkerung Deutschlands repräsentativen Stichprobe vorgestellt (N = 666 Männer und Frauen; durchschnittliches Alter: 40.1±11.2).

Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag

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Chronischer Schmerz verändert die Struktur des Gehirns

Obwohl chronische Schmerzen und die Chronifizierung von Schmerz zu den häufigsten Herausforderungen einer Schmerzambulanz gehören, ist die Pathogenese chronischer Schmerzen weiterhin unklar. Neuere Ergebnisse zeigen hirnmorphologische Veränderungen bei Patienten mit chronischen Schmerzen im Sinne einer regional spezifischen Abnahme an grauer Substanz. Diese Veränderungen sind unabhängig vom Syndrom oder der anatomischen Projektion der Schmerzen und überlappen im vorderen und mittleren Cingulum, der vorderen Inselrinde, dem orbitofrontalen Kortex und dem Hirnstamm. Die Interpretation der Abnahme an grauer Substanz wird in der Literatur fälschlicherweise meist als Schädigung oder Atrophie des Gehirns interpretiert. Die funktionelle Relevanz dieser Hirnveränderung ist noch nicht klar, jedoch ist die Übereinstimmung der bisher publizierten Befunde verblüffend und deutet darauf hin, dass das sog. Schmerzgedächtnis visualisiert werden kann.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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Die therapeutische Beziehung

Der therapeutischen Beziehung muss eine große Bedeutung beigemessen werden. Sowohl die Kenntnis der sehr unterschiedlichen Aspekte möglicher Beziehungsgestaltungen als auch das Erlernen verschiedener Formen der therapeutischen Handhabung der Beziehung sind von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg. Im psychotherapeutischen Prozess kommen Wirkfaktoren zur Anwendung (Ressourcenaktivierung, Problemaktivierung, Problemklärung und Problemlösung), welche überwiegend in enger Abfolge bzw. sogar gleichzeitiger Anwendung erfolgen. Dies gilt auch für die vom Therapeuten intendiert eingesetzten Beziehungsangebote, welche sich ebenfalls auf der Grundlage der Wirkfaktoren konzeptualisieren lassen. Es zeigt sich, dass eine einzelne Beziehungsqualität durchaus unterschiedliche therapeutische Wirkmechanismen evoziert (z. B. auf die Problemaktualisierung und -klärung). Eine erfolgreiche therapeutische Beziehungsgestaltung ist gekennzeichnet durch eine Weiterlesen

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Krebspatienten: Depressionen beeinflussen Krankheitsverlauf

Viele Krebspatienten leiden an Depressionen. Britische Palliativmediziner und Psychologen haben untersucht, wie sich diese auf den Krankheitsverlauf auswirken. Sie erfassten die Depressionssymptomatik von 87 Palliativpatienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zu drei Zeitpunkten. Es zeigte sich, dass die nichtdepressiven Patienten signifikant länger lebten als die depressiven.
Der negative Einfluss von Depressionen auf die Lebensqualität und Mortalität ist auch bei anderen Erkrankungen zu beobachten, beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So leben depressive Patienten nach einem Schlaganfall nachweislich kürzer als nichtdepressive Patienten. Daneben führen Depressionen zu Todessehnsucht, häufigeren Krankenhauseinweisungen und längeren Klinikaufenthalten. Die Autoren fordern daher, dass Krebspatienten rechtzeitig und fachgerecht auf Depressionen behandelt werden. In der Regel werden Depressionen bei Krebspatienten von den Behandlern jedoch übersehen oder als „normale Begleiterscheinung“ hingenommen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv „Krebspatienten: Depressionen beeinflussen Krankheitsverlauf“ (10.01.2010)

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Wahl des Therapeuten: Möglichst viele Übereinstimmungen erwünscht

Welche Psychotherapeuten würden sich Therapeuten für die eigene Psychotherapie wählen? Dieser Frage sind Psychologen um John Norcross von der Universität Scranton (USA) nachgegangen. Sie befragten 727 Psychotherapeuten, 261 Psychologen, 234 Sozialarbeiter und 232 psychologische Berater im District of Columbia nach ihren Auswahlkriterien und kamen zu folgenden Ergebnissen: Als besonders wichtige Eigenschaften von Therapeuten wurden Kompetenz, Wärme, Fürsorge, Berufserfahrung und Offenheit erachtet. Die Befragten bevorzugten gleichgeschlechtliche Therapeuten. Auch beim Beruf achteten die Befragten auf Übereinstimmungen, das heißt Psychologen, Sozialarbeiter und Berater bevorzugten Behandler mit gleicher Berufsausbildung. Hinsichtlich der therapeutischen Orientierung fiel die Wahl der Befragten vorwiegend auf…

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv „Wahl des Therapeuten: Möglichst viele Übereinstimmungen erwünscht“ (10.01.2010)

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Jeder dritte Schüler leidet unter Stress-Symptomen

Jeder dritte Schüler in Deutschland im Alter zwischen zehn und 21 Jahren leidet regelmäßig unter Stress-Symptomen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK hervor. Betroffen sind dabei vor allem Mädchen, 40 Prozent der Schülerinnen haben laut Studie mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden.

Die befragten Schüler nannten als häufigste Beschwerden Einschlafprobleme (22 Prozent), Gereiztheit (21 Prozent) sowie Kopf- und Rückenschmerzen (jeweils 16 Prozent). Über Niedergeschlagenheit klagten 14 Prozent der Befragten. Es folgten Nervosität (11 Prozent), Schwindelgefühle (9 Prozent) und Bauchschmerzen (8 Prozent).

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Jeder dritte Schüler leidet unter Stress-Symptomen“

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Therapeutische Arbeitsbeziehungen: Wahl der Kleidung entscheidend

Auch bei Psychotherapeuten gilt: Kleider machen Leute. Für die Beziehung zum Patienten spielt die Wahl des Kleidungsstils und der Farben eine wichtige Rolle.

Für Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater gibt es kaum Kleidungsvorschriften. Selbst im klinischen Kontext ist es oft nicht erforderlich, sich ähnlich wie Ärzte zum Beispiel ganz in Weiß zu kleiden oder andere Berufskleidung anzulegen. Psychotherapeuten und verwandte Berufsgruppen kleiden sich daher meist nach eigenem Gusto. Dabei sind sie sich nicht immer darüber bewusst, welchen Eindruck ihr äußeres Erscheinungsbild auf Patienten macht und was Patienten erwarten; auch die Konsequenzen werden nicht immer reflektiert. Nach Meinung US-amerikanischer Psychiater um Nikhil Nihalani sollten Psychotherapeuten, Psychiater und Psychologen jedoch ihrer Kleidung und anderen Elementen ihres äußeren Erscheinungsbilds mehr Beachtung schenken. Dies kann die therapeutische Arbeitsbeziehung von Anfang an beeinflussen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv „Therapeutische Arbeitsbeziehungen: Wahl der Kleidung entscheidend“ (10.01.2010)

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Patients with medically unexplained symptoms and their significant others: Illness attributions and behaviors as predictors of patient functioning over time

Previous research suggests that medically unexplained symptoms (MUS) are maintained in an interpersonal context. The current study examined MUS concurrently and prospectively by measuring specific interpersonal predictors of symptom severity and health care use.
A total of 127 patients with MUS and their significant others were recruited through primary care offices and assessed with self-report questionnaires and structured interviews about illness attributions, illness behavior and responses, relationship quality, symptom severity, and health care use at baseline and 6-month follow-up.
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