K.H. Ladwig, R.T. Emeny, S. Häfner und M.E. Lacruz
Die Bedeutung der Depression als Risikofaktor bei der Entstehung und Progression der koronaren Herzerkrankung (KHK) und mögliche Pathomechanismen sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Zur Abschätzung der Vorhersage kardiovaskulärer Ereignisse liegen vier Metaanalysen mit ≥100.000 eingeschlossenen Probanden aus Bevölkerungsstudien mit einem adjustierten relativen Risiko von 1.60–1.90 vor. Neben verhaltenswirksamen Effekten (Ernährung, Bewegung, Rauchen, mangelnde Medikamententreue) werden drei zentrale psychobiologische Pathomechanismen diskutiert. (continue reading…)
Tag: Stress
Depression – Ein nach wie vor unterschätztes Risiko für die Entwicklung und Progression der koronaren Herzerkrankung
Dissociation Following Traumatic Stress
Maggie Schauer, Thomas Elbert
We postulate that the cascade “Freeze-Flight-Fight-Fright-Flag-Faint” is a coherent sequence of six fear responses that escalate as a function of defense possibilities and proximity to danger during life-threat. The actual sequence of trauma-related response dispositions acted out in an extremely dangerous situation therefore depends on the appraisal of the threat by the organism in relation to her/his own power to act (e.g., age and gender) as well as the perceived characteristics of threat and perpetrator. (continue reading…)
Stressbewältigungsintervention am Arbeitsplatz
Peter Angerer, Eva Rothermund, Heribert Limm, Mechthild Heinmüller, Birgitt Marten-Mittag, Urs M. Nater and Harald Gündel
Chronischer Stress am Arbeitsplatz erhöht das Risiko gravierender Gesundheitsstörungen. Nach Implementierung eines speziellen Stressbewältigungstrainings in einem metallverarbeitenden Betrieb wurde der Langzeiteffekt (ein Jahr nach Beginn der Intervention) untersucht. (continue reading…)
Stress and Chronic Illness: the Case of Diabetes
Tony Morris, Melissa Moore and Felicity Morris
Globally, Type 2 Diabetes Mellitus (T2DM) is one of the most prevalent chronic illnesses. Managing T2DM is a major challenge now affecting the lives of around 200 million people. Even when medication, diet, and physical activity regimens are maintained, blood sugar levels might not be effectively controlled because stress triggers the release of sugar into the blood. This makes the management of stress an important adjunct to the treatment of T2DM. Stress includes both life stress, the major issues that people face in their lives, such as job loss, divorce, or death of a loved one, and daily hassles, smaller everyday (continue reading…)
Elterliche Feinfühligkeit bei Müttern und Vätern mit psychosozialen Belastungen
A. Eickhorst, D. Schweyer, H. Köhler, A. Jelen- Mauboussin, E. Kunz, A. Sidor and M. Cierpka
Die vorgestellte explorative Studie untersucht die Feinfühligkeit von Müttern und Vätern belasteter Familien im Umgang mit Säuglingen, die am Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ teilnehmen. Feinfühligkeit wird mithilfe des CARE-Index untersucht, darüber hinaus werden Zusammenhänge mit den Faktoren elterliche Belastung, postpartale Depression, elterliches Bindungsverhalten, elterliche Stressbelastung sowie elterliches Kohärenzgefühl erhoben. Im Ergebnis kann ein Zusammenhang zwischen den mütterlichen und väterlichen Feinfühligkeitswerten sowie eine Korrelation der mütterlichen, nicht jedoch der väterlichen Feinfühligkeit mit der familiären Belastung aufgezeigt werden. Darüber hinaus bestehen zwischen den Eltern deutliche Unterschiede im Kohärenzgefühl. Der CARE-Index erweist sich in diesem Zusammenhang als ein angemessenes Instrument für die Beantwortung vorliegender Fragestellung im Rahmen der Frühen Hilfen sowie für die Einbeziehung von Vätern in Studien zur Feinfühligkeit. Abschließend werden Implikationen der Ergebnisse für die Praxis der Frühen Hilfen diskutiert.
Bedeutung und Barrieren ärztlicher Empathie im Praxisalltag
M. Neumann, C. Scheffer, A. Längler, D. Tauschel, S. Joos, G. Lutz, F. Edelhäuser
Stand der Forschung und qualitative Kurzumfrage mit Ärzten
Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Bedeutung und Barrieren ärztlicher Empathie in der medizinischen Rehabilitation anhand eines narrativen Literaturreviews und einer qualitativen Umfrage bei Ärzten. (continue reading…)
Emotionale Belastungen bei Berufsmusikern und ihre Folgen
Berufsmusiker, insbesondere wenn sie in Orchestern musizieren, die klassische Musik aufführen, repräsentieren eine besondere Berufsgruppe. Um ein beim Publikum und den Kollegen akzeptiertes Mindestmaß an Spielleistung zu erzielen, müssen sie ihr Talent durch ein erhebliches Maß an Training ausformen. Des Weiteren ist ihr Spiel unausweichlich einer ständigen Überprüfung unterworfen. Aus diesem Grunde scheinen Berufsmusiker bemerkenswert häufig unter (continue reading…)
Einfluss präoperativer Patienteninformationen auf postoperative Schmerzen unter Berücksichtigung individueller Stressverarbeitung
Die S3-Leitlinie zur Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen empfiehlt die präoperative Vermittlung von Informationen zu postoperativen Schmerzen und deren Beeinflussung. Es ist zu erwarten, dass die Wirkung von psychologischen Patientenmerkmalen modifiziert wird. Ein solches Patientenmerkmal ist die individuelle Stressverarbeitung. Diese Untersuchung soll die Frage beantworten, ob Patienten in Abhängigkeit ihrer Ausprägung negativer habitueller Stressverarbeitung unterschiedlichen Nutzen von einer präoperativen Edukationseinheit haben.
(continue reading…)
Stress und Burnout bei Bankmanagern
Gerade im Bankenbereich hat die Wirtschaftskrise eine Veränderung im Erleben und Verhalten der Mitarbeiter hervorgerufen. Subjektiv empfundener Stress und die individuell vorhandenen oder fehlenden Ressourcen zum gesundheitsfördernden Umgang mit den Belastungen beeinflussen das Risiko, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln. In der vorliegenden Studie wurden vier potenzielle Einflussfaktoren auf das Vorliegen von Burnout-Symptomen untersucht und analysiert: soziale Unterstützung, durch die Organisation erfahrene Unterstützung (organisationale Unterstützung), (continue reading…)
Krisenintervention – den Helfern helfen
Kriseninterventionsteams betreuen bei Katastrophen, Großschadensereignissen und regulären Einsätzen auch das Einsatzpersonal. Notfallhelfer sind gravierenden psychischen Belastungen ausgesetzt und tragen ein hohes Risiko, sekundäre Traumatisierungen (PTSD) auszubilden. Eine systematische Stressprävention und -nachsorge sind unerlässliche Bestandteile professioneller Krisenintervention.


