Ressourcenorientierte Akutbehandlung unipolarer Depressionen: Eine randomisierte kontrollierte Psychotherapiestudie

Tobias Teismann 1, Wibke Dymel 1, Dietmar Schulte  1, Ulrike Willutzki1
1 Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum

Ressourcenaktivierung gilt als ein zentraler Wirkmechanismus psychotherapeutischer Veränderungen. Hinweise dazu, ob ein spezieller Fokus auf die Aktivierung von Ressourcen die Effektivität kognitiv-behavioraler Therapien verbessern kann, fehlen jedoch weitgehend.

In einer randomisierten kontrollierten Interventionsstudie mit 52 Patienten mit unipolaren Depressionen wurde ein kombiniert kognitiv-verhaltenstherapeutisch/ressourcenorientiertes Vorgehen (KROT) mit einem fokal kognitiv-verhaltenstherapeutischen Angebot (KVT) verglichen.

Bei insgesamt befriedigenden Ergebnissen wurden Veränderungen auf emotionaler, kognitiver und interpersonaler Ebene von beiden Interventionsangeboten in gleichem Ausmaß bewirkt.

Eine kombiniert ressourcenorientierte Psychotherapie ermöglicht eine effektive Behandlung unipolarer Depressionen. Durch ein prononciert ressourcenorientiertes Vorgehen ließ sich der Behandlungserfolg depressiver Patienten – gegenüber einem üblichen KVT-Vorgehen – nicht weiter verbessern.

Quelle: Thieme eJournals – Abstract

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DRV – Reha-Bericht Update 2011

Die Deutsche Rentenversicherung hat ihren zweiten Reha-Bericht als Update 2011 veröffentlicht. Mehr als eine Million Rehabilitationsleistungen erbringt die Rentenversicherung für ihre Versicherten und wendet dafür mehr als 5 Milliarden Euro auf. Diese und viele weitere Zahlen, Daten und Fakten zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation stellt sie in ihrer Publikationsreihe „Reha-Bericht der Deutschen Rentenversicherung“ vor. Der knapp 60-seitige Reha-Bericht: Update 2011 beschreibt Umfang, Struktur und Ergebnis der Reha-Leistungen sowie die Ausgaben der Rentenversicherung für Rehabilitation. Schwerpunkt ist die Berichterstattung zu Rehabilitationsleistungen in 2009. Der Reha-Bericht will Zahlen verständlich vermitteln und zugleich die Bedeutung der Rehabilitation aufzeigen. Damit wendet er sich an Versicherte und Beitragszahler, an Fachöffentlichkeit und Politik sowie an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung – Statistik-Broschüren der Deutschen Rentenversicherung – Reha-Bericht Update 2011

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Gibt es Evidenz in der Balneotherapie rheumatologischer Erkrankungen?

M. Fink 1, B. Kalpakcioglu 2, M. Bernateck 3, Chr. Gutenbrunner 1
1 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Rehabilitationsmedizin, Hannover
2 Haydarpasa Numune Training and Research Hospital, Physical Therapy and Rehabilitation, Istanbul, Turkey
3 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Bereich Schmerzmedizin, Hannover

Balneotherapeutika als Vertreter klassischer naturheilkundlicher Behandlungsverfahren haben in vielen Ländern eine lange Tradition und werden auch in der Therapie rheumatologischer Erkrankungen eingesetzt. Im Widerspruch zum häufigen Einsatz dieser ortsgebundenen Heilmittel steht eine nur geringe Zahl klinischer Studien zum Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit. Studien zur Wirksamkeit balneotherapeutischer Maßnahmen bei Erkrankungen des rheumatologischen Formenkreises sind mit methodischen Schwierigkeiten, beispielsweise bei der Wahl geeigneter Kontrollen, behaftet. Weiterlesen

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Berufliche Teilhabe von neurologischen Rehabilitanden – Langzeitergebnisse eines medizinisch-beruflichen Rehabilitationszentrums (Phase II)

J. D. Rollnik 1, J. Allmann 1
1 Institut für neurorehabilitative Forschung (InFo) der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf, Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover

Die medizinisch-berufliche Rehabilitation (Phase II) stellt bei neurologischen und neurochirurgischen Patienten einen wichtigen Bestandteil der Rehabilitationskette dar. In der Studie wurden Outcome-Daten von n=237 ehemaligen Rehabilitanden (Durchschnittsalter 38,3 Jahre) analysiert. Weiterlesen

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Psychosoziale Arbeitsbelastungen als Prädiktoren der krankheitsbedingten Frühberentung: Ein Beitrag zur Beurteilung des Rehabilitationsbedarfs

N. Dragano 1, L. Schneider 2
1 Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Essen-Duisburg
2 Institut für Medizinische Soziologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Im Bedarfsfeststellungsverfahren spielt die Abschätzung des weiteren Verlaufs einer Erkrankung eine zentrale Rolle. Arbeitsbedingte Risikofaktoren können diesen Verlauf nachhaltig beeinflussen und es stellt sich die Frage, ob und wie diese Faktoren im Bedarfsfeststellungsverfahren zu berücksichtigen sind. Weiterlesen

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„Über mich und meine Krankheit” – die Gestaltung eines individuellen Buches im Rahmen einer kunstpädagogischen Intervention für Krebspatienten

K. Geue 1, H. Götze 1, M. Buttstädt 1, E. Kleinert 1, S. Singer
1 Universität Leipzig, Department für psychische Gesundheit, Selbstständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (Leiter: Prof. Dr. Elmar Brähler)

Kreative Verfahren gewinnen in der psychoonkologischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Studie war, herauszufinden, ob ein kunsttherapeutisches Angebot in der ambulanten Nachsorge von onkologischen Patienten angenommen wird und inwieweit das Gestalten eines eigenen Buches zur Krankheitsverarbeitung beiträgt.

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Probleme in der Praxis der sozialmedizinischen Beurteilung von Anträgen auf psychosomatische Rehabilitation

R. Legner 1
1 Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, Landshut

Von der Deutschen Rentenversicherung wurden 2008 etwa 1, 1 Mio. ambulante und stationäre Leistungen der medizinischen Rehabilitation (bei etwa 1, 6 Mio. Anträgen) durchgeführt. Die „Bewilligungsquote” lag im Durchschnitt bei ca. 70% (Schwankungsbreite 60-86 %). Ein Großteil der Ablehnungen erfolgte mit der Begründung, dass eine ambulante kassenärztliche bzw. kassenpsychotherapeutische Behandlung ausreiche. Häufig wurde vom behandelnden Arzt die Notwendigkeit einer stationären psychosomatischen Reha damit begründet, dass eine ambulante Psychotherapie wegen zu langer Wartezeiten oder fehlender Therapiemöglichkeiten nicht angeboten werden könne. Hier wird die Frage diskutiert, ob Weiterlesen

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„Berufliche Zukunft” – Konzept und Akzeptanz eines Behandlungsprogramms bei sozialmedizinisch relevanter beruflicher Problemlage

M. Dorn 1, A. Bönisch 1, I. Ehlebracht-König 1,2
1 Rehazentrum Bad Eilsen der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
2 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Rehabilitationsmedizin, Koordinierungsstelle Angewandte Rehabilitationsforschung

Das Behandlungsprogramm „Berufliche Zukunft” wurde für Patienten mit längeren Arbeitsunfähigkeitszeiten bzw. Arbeitsplatzverlust aus gesundheitlichen Gründen, unsicherer beruflicher Zukunft und sozialmedizinischer Problematik entwickelt. Es beabsichtigt die Vermittlung der gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu Fragen der Erwerbsminderung und der beruflichen Wiedereingliederung sowie eine frühzeitige Rückmeldung der sozialmedizinischen Einschätzung innerhalb der stationären Rehabilitation. Weiterlesen

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Sozialmedizinische Begutachtung im Rentenverfahren: Stellenwert, Forschungsbedarf und Chancen

B. Hesse 1, E. Gebauer 1
1 Deutsche Rentenversicherung Westfalen, Abteilung Sozialmedizin

Die sozialmedizinische Begutachtung im Rentenverfahren stellt einen komplexen und facettenreichen Explorations- und Bewertungsprozess dar, der als rechtliches Beweismittel weitreichende Konsequenzen für den Antragsteller, die Rentenversicherung und letztlich auch die Gesellschaft hat. Im Artikel werden die Spezifika des Begutachtungsauftrages, der Begutachtungssituation und des Bewertungsprozesses dargestellt. Weiterlesen

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Primärprävention – Konzepte und Strategien

H. Zeeb, W. Ahrens und I. Pigeot
Die Primärprävention chronischer Erkrankungen leidet nach wie vor unter dem Mangel an evidenzbasierten Programmen. Dies gilt auch für die Adipositas, bei deren Prävention besonders auf Maßnahmen im Kindesalter große Hoffnungen gesetzt werden. Primärprävention grenzt sich gegen andere Formen der Prävention und Gesundheitsförderung dadurch ab, dass sie spezifische Risikofaktoren in den Fokus nimmt. Die Zugrundelegung eines theoretischen Modells gilt als Voraussetzung für die Wirksamkeit eines Präventionsprogramms. In der Ursachenforschung hat Weiterlesen

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