Erwerbsminderung bei Holocaustopfern: eine langzeitkatamnestische Betrachtung somatischer und psychiatrischer Diagnosen unter Berücksichtigung des Gesamtschauaspekts

T. Biermann, W. Sperling, H. Müller, P. Schütz, J. Kornhuber, U. Reulbach

In der Gruppe ehemals Holocaustgeschädigter ist die Häufigkeit psychischer und somatischer Folgeschäden erwiesenermaßen hoch. Die Bewertung der verfolgungsbedingten Minderung der Erwerbsfähigkeit (vMdE) richtet sich nach der Wechselwirkung aus direkt holocaustinduzierten psychischen und somatischen Primärschäden mit später erworbenen körperlichen, psychischen und psychosozialen Einflussfaktoren.
Die Erhebung basierte auf der Auswertung sämtlicher aktenkundlich Weiterlesen

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Stress and Chronic Illness: the Case of Diabetes

Tony Morris, Melissa Moore and Felicity Morris

Globally, Type 2 Diabetes Mellitus (T2DM) is one of the most prevalent chronic illnesses. Managing T2DM is a major challenge now affecting the lives of around 200 million people. Even when medication, diet, and physical activity regimens are maintained, blood sugar levels might not be effectively controlled because stress triggers the release of sugar into the blood. This makes the management of stress an important adjunct to the treatment of T2DM. Stress includes both life stress, the major issues that people face in their lives, such as job loss, divorce, or death of a loved one, and daily hassles, smaller everyday Weiterlesen

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Der lange Weg zur kulturellen Integration in der Psychotherapie

Renate  Schepker

Im Überblick über die letzten 30 Jahre psychiatrisch-psychotherapeutischer Versorgung von Migranten und ihren Familien haben sich viele negativ diskriminierende Vorannahmen (Defizittheorem, Modernitäts-Paradigma, Migrations-Stress-Paradigma, Kulturdifferenz-Theorem), aber auch positive Diskriminierung in der Fachdiskussion gefunden. Antworten in Hinsicht auf eine möglichst große Freiheit von Ethnisierung oder Kulturalisierung können in einem differenzierteren Wissen, aber auch in der stringenten Befolgung von therapeutischen Grundhaltungen liegen. Viele Vorannahmen Weiterlesen

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Essener Leitlinien zur interkulturellen Psychotherapie Interkulturalität in psychotherapeutischer Praxis, Aus- und Fortbildung, Forschung und in der Öffnung von Institutionen

Yesim  Erim, Mehmet  Toker, Sanem  Aygün, Zeki  Özdemir, Meral  Renz, Ali  Kemal  Gün

Diese Leitlinien befassen sich mit der Begegnung von Patienten und Psychotherapeuten aus unterschiedlichen Kulturen. Sie zielen darauf ab, Psychotherapeuten mit der Notwendigkeit einer sensiblen Wahrnehmung der Interkulturalität und Diversität in allen Formen psychotherapeutischer Praxis, Weiterbildung, Lehre und Forschung vertraut zu machen. Grundlegende Informationen Weiterlesen

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Psychotherapeutische Institutsambulanzen für Migranten und Flüchtlinge

Ljiljana  Joksimovic

Das Angebot der Psychotherapeutischen Institutsambulanzen (PIA) ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich an Kranke richten soll, die von anderen Versorgungsangeboten nur unzureichend erreicht werden. So liegt es auf der Hand, diese vermehrt für psychisch kranke Migranten und Flüchtlinge zu eröffnen. Notwendige fachliche Voraussetzungen für diese Eröffnung wie Integration von Sprach- und Kulturmittlern sowie Integration migrationsspezifischer sozialtherapeutischer Maßnahmen sind aber durch Quartalspauschalen der Kostenträger nicht kostendeckend vergütet. In der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Düsseldorf existiert seit 2003 ein spezifisches Behandlungsangebot für Migranten und Flüchtlinge. Ziel Weiterlesen

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Migration, Familie und Kindheit

Haci-Halil  Uslucan

Die Beschäftigung mit dem kulturellen Hintergrund des Klienten / Patienten wird für psychosoziale Berufe unausweichlich. Dabei ist anzuerkennen, dass Migrantenfamilien sowohl Defizite als auch bedeutsame Stärken haben, die die Entwicklung ihrer Kinder beeinflussen. Ein Verständnis gelingender Integration von Migranten ist jedoch nicht möglich, ohne gleichzeitig die Haltung der Mehrheitsgesellschaft mit zu berücksichtigen. Interkulturelle Sensibilität und Offenheit sind zentrale Voraussetzungen für das Gelingen therapeutischer / beraterischer Interventionen.

Quelle: Thieme eJournals – Abstract

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Sind Vergleiche im Depressions- und Somatisierungsausmaß zwischen Migranten und Deutschen möglich?

Ricarda Mewes, Oliver Christ, Winfried Rief, Elmar Brähler, Alexandra Martin, Heide Glaesmer

Zur Erfassung der psychischen Gesundheit von Migranten im Vergleich zu Deutschen sind Untersuchungen in der Allgemeinbevölkerung zentral. Für diesen Ansatz hat sich die Verwendung des Depressivitäts- und des Somatisierungsmoduls des Patient Health Questionnaire (PHQ-9, PHQ-15) bewährt. Es ist jedoch unklar, ob diese Module bei Migranten das Gleiche messen wie bei Deutschen (Messäquivalenz). Dadurch bleibt es fraglich, Weiterlesen

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Psychosomatische Rehabilitation auf Russisch

Alla  Shabanova, Volker  Köllner

Zu der 10,5 Millionen großen Gruppe der deutschen Bevölkerung mit eigener Migrationserfahrung gehören etwa 3,5 Millionen russischsprachige Menschen. Über diese zweitgrößte Einwanderungsgruppe ist noch wenig bekannt und es besteht großer Bedarf mehr über ihre kulturellen Besonderheiten im Kontext psychotherapeutischer Versorgung zu erfahren. Gerade auf diese Patientengruppe ist das deutsche Gesundheitssystem noch nicht ausreichend vorbereitet. Als schwierig erweisen sich sprachliche Kommunikationsbarrieren, kulturelle Missverständnisse und Voreingenommenheiten. Psychotherapeuten stehen Weiterlesen

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Psychotherapeutische Gruppenintervention für Patienten in der zweiten Lebenshälfte

Beate  Wild, Julia  Hausmanns, Rosemarie  Hoevels, Wolfgang  Herzog, Brigitte  Schlehofer

Psychische Störungen im Alter stehen oft in Wechselwirkung mit sozialen und körperlichen Veränderungen. Bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen sind Depressivität und Angststörungen häufig zu beobachten. Inzwischen weiß man, dass ältere Menschen von Psychotherapie profitieren können. Die Gruppe „40 plus” bietet eine supportive Gruppenintervention für körperlich und psychisch belastete Patienten in der zweiten Lebenshälfte an. Die Gruppenintervention gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, Weiterlesen

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Psychische Komorbidität bei Tinnitus

Gerhard  Goebel

Kernaussagen

  • Psychische Belastungen und behandlungsbedürftige psychische Störungen sind v. a. beim dekompensierten Tinnitus häufige Komorbiditäten. Diese Beeinträchtigungen sind nicht nur als Reaktion auf den Tinnitus zu verstehen, sondern sie sind in ein komplexes, miteinander interagierendes Beziehungsgefüge eingebunden. In der Anamnese sollten besonders bei Patienten mit einem dekompensierten Ohrgeräusch mögliche komorbide psychische Erkrankungen Beachtung finden.
  • In der aktuellen AWMF-Leitlinie Tinnitus der HNO-Fachgesellschaft ist der Thematik psychischer Störung großer Raum gegeben worden. Es manifestiert sich der Brückenschlag zwischen somatischer und psychischer Sichtweise der Therapie von chronisch Tinnitusbetroffenen. Ähnlich bestehen Weiterlesen
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