Jahrestagung 2016 – Alle Unterlagen der Jahrestagung sind online

Das Programm der Jahrestagung des AK Klinische Psychologie in der Rehabilitation vom 28.-30.10.2016 in Erkner ist online -> will ich sehen!

Rauchentwöhnung: Am besten radikal

Die tägliche Zigarettenmenge schrittweise reduzieren: Das ist offenbar nur der zweitbeste Ansatz, wenn man Nichtraucher werden will. Erfolgversprechender ist der abrupte Entzug.

Rauchentwöhnung: Am besten radikal – SpringerMedizin

Tiergestützte Therapie – „Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund

Allein sie zu streicheln beruhigt. Aber Tiere können noch viel mehr. Welch erstaunliche Ergebnisse die tiergestützte Therapie erzielt und wie sie Ressourcen bei den Patienten freisetzt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Thieme E-Journals – Zeitschrift für Palliativmedizin / Abstract

Brustkrebs – Höheres Risiko mit zunehmender Kleidergröße

Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) ist Studien zufolge mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden. Eine Veränderung des Körperfettgehalts lässt sich relativ leicht anhand der Konfektionsgröße feststellen. Britische Forscher konnten jetzt zeigen: Mit Zunahme der Kleidergröße steigt möglicherweise das Brustkrebsrisiko.

Teilnehmende Frauen der Studie “United Kingdom Collaborative Trial of Ovarian Cancer Screening“ (UKCTOCS) von Evangelia-Ourania Fourkala und Kollegen des University College London füllten verschiedene Fragebögen aus; hier mussten u. a. Größe, Gewicht und Kleidergröße angegeben werden. Daraus errechneten die Wissenschaftler den BMI. Außerdem mussten Teilnehmerinnen spezielle Fragen zur Konfektionsgröße beantworten: „Was war Ihre Kleidergröße, als Sie 20–30 Jahre alt waren? Welche Kleidergröße tragen Sie jetzt?“

Es gab 13 Antwortmöglichkeiten, in denen die Konfektionsgrößen 6–30 berücksichtigt wurden. Wichtig war den Autoren die Veränderung in einem Zeitraum von 10 Jahren. Die Zunahme der Kleidergröße um eine Einheit bedeutete einen Anstieg um zwei Zahlenwerte, z. B. von Größe 10 auf 12. Ungerade Zahlen kommen in den britischen Kleidergrößen nicht vor.

Thieme E-Journals – XX Die Zeitschrift für Frauen in der Medizin / Abstract

Psychotherapie bei koronarer Herzerkrankung

Patienten mit einer KHK leiden mit und ohne Myokardinfarkt häufig an anhaltenden psychischen Störungen. Hierzu zählen Depressivität und pathologische Angst sowie chronisches Stresserleben, die durch soziale Isolation und problematische Persönlichkeitsmuster begünstigt bzw. verstärkt werden. Unabhängig von „klassischen“ kardiovaskulären Risikofaktoren verschlechtern diese die Lebensqualität und Prognose von KHK-Patienten. Sie sollten daher im klinischen Alltag frühzeitig erfasst und mittels Psychotherapie adäquat behandelt werden. So lindert eine multimodale Rehabilitation leichtgradige depressive und ängstliche Symptome und fördert zudem das Gesundheitsverhalten. Es ist gut belegt, dass eine Psychotherapie in Bezug auf depressive und ängstliche Symptome wirksam und sicher ist und Stresserleben reduzieren kann. Einige Studien zeigten zudem einen Überlebensvorteil erfolgreich behandelter Patienten. Bei psychischer Komorbidität scheint eine kollaborative Versorgung am besten geeignet, positive Effekte zu erzielen. Um der Bedeutung psychosozialer Risikofaktoren im klinischen Alltag besser gerecht zu werden, sollten psychokardiologische Inhalte verstärkt in die Fort- und Weiterbildung aufgenommen werden.

Thieme E-Journals – Aktuelle Kardiologie / Abstract

Gesunde und bunte Ernährung bei Brustkrebs

Die Entstehung von Mammakarzinomen wird durch die Ernährungsweise mit beeinflusst. Auf Basis der Empfehlungen des World Cancer Research Fund (WCRF) und des American Institute for Cancer Research (AICR) sowie den Ergebnissen der EPIC-Studie hat vor allem die Vermeidung von Übergewicht sowie körperliche Aktivität und eine pflanzenbasierte Ernährung einen risikosenkenden Effekt auf das Mammakarzinom. Deutliche Hinweise auf einen risikosteigernden Effekt ergeben sich für Fleischprodukte und eine insgesamt fettreiche Ernährung. Die derzeitigen Erkenntnisse zur Krebsprävention bieten ein großes Potenzial, da die Empfehlungen zur Risikosenkung zeitnah in den Alltag integriert werden können.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Umgang mit der Angst

Krebskranke werden nach der Diagnose häufig von ihren Ärzten und auch von ihrem persönlichen Umfeld unter Druck gesetzt, möglichst bald diese und jene Therapie zu beginnen. An diesem Punkt ist es ratsam, inne zu halten und zu fühlen, was wirklich sinnvoll und notwendig ist. Stimmen Sie weder einer Operation noch einer Chemotherapie voreilig zu, bevor Sie alle alternativen Möglichkeiten erwogen haben. Die Standards der konventionellen Medizin dürfen für den Einzelfall immer kritisch hinterfragt und für den Betroffenen individuell geprüft werden.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Yoga als begleitende Intervention während der Chemotherapie: Welche positiven Effekte sind belegt?

Die Integration von körperlicher Aktivität in das Behandlungskonzept von Tumorpatientinnen und -patienten zur Reduzierung von Begleitsymptomen ist durch eine Anzahl vielversprechender Studienergebnisse gerechtfertigt. Aufgrund vielfach wahrgenommener Barrieren sportlich aktiv zu sein, müssen alternative attraktive Bewegungsangebote diskutiert werden. Durch die gleichzeitige Ansprache von Körper, Geist und Seele haben Yoga-Interventionen das Potenzial, der Vielschichtigkeit und Multidimensionalität von Nebenwirkungen der Tumorbehandlungen gerecht zu werden. Die geringe Anzahl von Studien, die die Effektivität von Yoga als ergänzende Intervention während der Chemotherapie untersuchten, weist auf positive Effekte im Hinblick auf Fatigue, Stress, Angst, Depression, Kognition, Beweglichkeit, Balance, Übelkeit, Schlafstörungen und die Lebensqualität hin. Die Datenlage ist jedoch unzureichend, um abschließende Empfehlungen aussprechen zu können.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Komplementärmedizin in der Onkologie – Evidenz und praxisorientierte Vorgehensweise

Tumorpatienten sind im Verlauf ihrer Erkrankung häufig mit therapieresistenten Beschwerden und schlechter Lebensqualität konfrontiert. Mehr als die Hälfte der Betroffenen nimmt daher Methoden oder Produkte in Anspruch, die nicht Teil der konventionellen medizinischen Versorgung sind, deren wissenschaftlicher Evidenzgrad oft unklar ist und die teilweise mit Risiken verbunden sind. Lebensstilmaßnahmen (Ernährung, Bewegung, Entspannung) und viele Selbsthilfetechniken können die Lebensqualität stabilisieren, sind risikolos und stellen daher die Basis einer begleitenden Behandlung dar. Für die ärztliche Behandlung von Symptomen liegen insbesondere für die Akupunktur sowie für einige Naturstoffe (Medizinalkräuter, Pflanzenextrakte, Vitamine, Spurenelemente) ausreichende Hinweise aus der Forschung vor, die diese Methoden im Sinne einer vertretbaren Komplementärmedizin akzeptabel und möglicherweise sinnvoll erscheinen lassen.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Körperliche Aktivität und Sport bei Mammakarzinom − ein Update

Ziel der Arbeit: Körperliche Aktivität und Sport bei Brustkrebs zählt zu den größten Herausforderungen in der Bewegungstherapie. Aufgrund der hohen Anzahl von Veröffentlichungen und der damit einhergehenden Menge an Daten sind regelmäßige Übersichtsarbeiten zur Veranschaulichung der Kernaussagen sinnvoll.

Methoden: Die Literaturrecherche zum Einfluss von körperlicher Aktivität und Sport auf spezifische Nebenwirkungen bei Mammakarzinompatientinnen wurde mit Hilfe der Fachdatenbanken PubMed und Medpilot durchgeführt. Dabei wurde die Suche auf Studien aus den Jahren 2013 bis 2015 begrenzt. Berücksichtigt wurden ausschließlich Interventionsstudien sowie nicht interventionelle Studien mit dem Endpunkt Survival.

Ergebnisse: Die bisherigen Ergebnisse zu positiven Effekten körperlicher Aktivität auf Lebensqualität und krankheits- und therapiebedingte Nebenwirkungen wie Fatigue wurden bestätigt. Zusätzlich konnte die aktuelle Datenlage positive Effekte auf die Symptome eines Lymphödems und die durch die Antihormontherapie hervorgerufenen Beschwerden festigen. Die Vermutung, dass körperliche Aktivität auch das Überleben verlängert, konnte durch die aktuelle Datenlage untermauert werden. Zudem deutet sich in den neusten Untersuchungen die Effektivität sanfterer Bewegungsformen wie Chi-Gong und Yoga sowie neuartiger Interventionen wie Nia an.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die aktuelle Datenlage zu Aktivitäts- und Bewegungsumfängen für Mammakarzinompatientinnen, aufgeteilt nach unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen. Es wird angeraten, die beschriebenen Trainingssteuerungen aufgrund der Unterschiede von Krankheits- und Therapieverläufen individuell an die Patientin anzupassen. Zukünftige Arbeiten sollten verstärkt die Wirkmechanismen körperlicher Aktivität untersuchen, um die Dosis-Wirkungs-Beziehung besser zu verstehen. Eine weitere Herausforderung stellt die Translation der Forschungsergebnisse in die Praxis dar.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Standards in der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten

Hintergrund

Zahlreiche Studien belegen die Bedeutung psychosozialer Belastungen und zeigen, dass bei Krebspatienten ein psychosozialer Beratungs- und Behandlungsbedarf besteht. Dieser Bedarf hat dazu geführt, dass sich die psychosoziale Versorgung von Krebskranken heute zu einem zunehmend integrierten Bestandteil der Krebsbehandlung entwickelt hat.

Ziel

Ziel der Übersichtsarbeit ist die Analyse der psychoonkologischen Versorgungssituation in Deutschland und der sie beeinflussenden Faktoren. Ferner wird die Bedeutung der Standardisierung und Qualitätssicherung in der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten thematisiert.

Material und Methoden

Grundlage der Arbeit ist die systematische Literaturrecherche im Rahmen der S3-Leitlinie Psychoonkologie sowie eine selektive Literaturrecherche neuerer Arbeiten in der Literaturdatenbank Medline.

Ergebnisse und Diskussion

Trotz großer Fortschritte ist die psychoonkologische Versorgung in Deutschland immer noch unzureichend ausgebaut und weist v. a. im ambulanten Bereich noch große Lücken auf. Vor dem Hintergrund knapper werdender finanzieller Ressourcen im Gesundheitssystem sind mit Blick auf die Finanzierung psychoonkologischer Leistungen wissenschaftlich begründete Vorgaben in Form von Standards und Leitlinien eine notwendige Voraussetzung für die weitere Implementierung und Sicherstellung einer bedarfsgerechten psychosozialen Versorgung von Krebspatienten in allen Versorgungsbereichen.

Standards in der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten – Springer