Keine Krankheit – Burnout als Problem, das Leben zu meistern

Das Burnout-Syndrom kennt heute jeder. Aber bereits vor etwa 100 Jahren gabe es eine ähnliche Diagnose: Neurasthenie. Das Wort machte der New Yorker Nervenarzt George M. Beard ab 1880 bekannt. Die Stressfaktoren waren den heutigen ähnlich.

Keine Krankheit – Springer Professional Media, Bereich Medizin

Psychotherapeuten in der medizinischen Rehabilitation – BPtK veröffentlicht weitere Ergebnisse der Angestelltenbefragung

Knapp jeder fünfte angestellte Psychotherapeut (18 Prozent von rund 37.500) ist in einer Rehabilitationseinrichtung tätig. 41 Prozent dieser Psychotherapeuten haben an der Befragung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) teilgenommen, deren Ergebnisse nun als „BPtK-Studie: Versorgung psychisch kranker Menschen in der medizinischen Rehabilitation“ vorliegen.

Auf der Basis der Studienergebnisse fordert die BPtK den Ausbau ambulanter Rehabilitationsangebote, eine Stärkung der Rehabilitationsnachsorge und eine bessere Verzahnung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Psychotherapeutischer Sachverstand ist bei den konzeptionellen Weiterentwicklungen und den Leistungen in ausreichendem Maß einzubeziehen.

Quelle: http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/psychotherap-82.html

 

Techniken der Psychotherapie – Ein methodenübergreifendes Kompendium

Fazit

Das Buch „Techniken der Psychotherapie“ vom Thieme Verlag gibt dem interessierten Leser, ob erfahren oder nicht, einen globalen Überblick über Psychotherapietechniken. Durch die Lektüre dieses Buches bekommt der Leser die Möglichkeit, viele Informationen über Psychotherapieverfahren zu erhalten, ohne sich jeweils ein Exemplar zu jedem Thema zu beschaffen. So macht es Spaß, sich mit Psychotherapietechniken auseinanderzusetzen. Falls dadurch ein Interesse für ein bestimmtes Psychotherapieverfahren entsteht, kann man sich ein solches Exemplar ja immer noch zulegen.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Berufsbezogene Psychotherapie: Konzepte, Indikationsstellung und Behandlung beruflichen Überlastungserlebens

  • Psychische Erkrankungen bilden einen zentralen Risikofaktor für Arbeitsunfähigkeit und ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben.
  • Die Linderung beruflichen Überlastungserlebens, welches zur Aufrechterhaltung der Symptomatik beitragen kann, ist ein zentrales Anliegen der Betroffenen und eine wichtige Ergänzung störungsspezifischer Therapien, z. B. für Transfersicherung und Rückfallprophylaxe.
  • Die weite Verbreitung des Burnout-Begriffs fordert Praktiker, hierzu einen klaren Standpunkt zu beziehen. Das Burnout-Syndrom ist keine Diagnose im Sinne der ICD-10.
  • Arbeitsplatzbezogene Stresskonzepte identifizieren gesundheitsrelevante personale wie auch organisationale Belastungsfaktoren und erlauben die Ableitung berufsbezogener Interventionen.
  • Durch berufsbezogene Behandlungsansätze wird arbeits- und organisationspsychologisches sowie sozialmedizinisches Wissen für die psychotherapeutische Behandlung erschlossen. Psychotherapeutisches Interventionswissen kann einen wichtigen Beitrag zur Behandlung gesundheitsrelevanter beruflicher Probleme leisten.
  • Hauptzielgruppe berufsbezogener Interventionen sind beruflich hochbelastete, von einem erhöhten Risiko eines vorzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben betroffene psychisch Erkrankte, mit dem Ziel der Vorbereitung auf den beruflichen Wiedereinstieg.
  • Berufsbezogene Interventionen sollten folgende zentrale Behandlungselemente enthalten: Motivationsförderung, kognitive Stressbewältigung, Vermittlung und Einübung von Handlungskompetenzen der Stressbewältigung und Förderung der Regenerationsfähigkeit sowie Elemente der Sozialberatung.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Führt niedrige Resilienz zu einer stärkeren psychischen Belastung?

Ziel: Das Anliegen dieses Artikels ist es, die Zusammenhänge von Resilienz, Alter und Geschlecht mit psychischer Belastung durch Ängstlichkeit und Depressivität zu analysieren.

Methode: An einer Stichprobe von 3748 Personen wurde der Zusammenhang von Resilienz mit Ängstlichkeit und Depressivität mittels linearer Regression untersucht. Neben Resilienz, Alter und Geschlecht wurden auch Effekte der Kombination von Alter und Geschlecht auf Resilienz analysiert.

Ergebnisse: Es zeigte sich, dass niedrige Resilienz sowohl Ängstlichkeit als auch Depressivität vorhersagt. Deutlich wurde, dass die Stärke des Zusammenhangs von Resilienz und Depressivität vom Geschlecht mitbestimmt wird. Männer zeigten eine leicht stärkere positive Wirkung der Resilienz auf Depressivität.

Schlussfolgerungen: In der Praxis sollten diese Ergebnisse in der Therapieplanung berücksichtigt werden.

Thieme E-Journals – Psychiatrische Praxis / Abstract

Häufigkeit und psychiatrische Komorbiditäten von selbstberichtetem diagnostiziertem Burnout-Syndrom

Ziel: Darstellung der Häufigkeit von selbstberichtetem diagnostiziertem Burnout-Syndrom und psychiatrische Komorbiditäten.

Methode: Bundesweite Studie, n = 7987. Burnout-Syndrom: selbstberichtete ärztl./psychother. Diagnose. Psychische Störungen: diagnostisches Interview, n = 4483.

Ergebnisse: Prävalenz: Lebenszeit 4,2 %, 12 Monate 1,5 %. Irgendeine psychische Störung: 70,3 % derer mit Burnout-Diagnose. Assoziierte Störungen: somatoforme, affektive, Angststörungen.

Schlussfolgerung: Burnout-Diagnosen werden seltener berichtet als erwartet. Betroffene haben häufig eine manifeste psychische Störung.

Thieme E-Journals – Psychiatrische Praxis / Abstract

Versorgungsbarrieren auf den Behandlungswegen von Patienten mit Angst- und depressiven Erkrankungen – Eine qualitative Interviewstudie

Anliegen: Welche Versorgungsbarrieren nehmen Angst- und depressive Patienten auf ihren Behandlungswegen subjektiv wahr?

Methode: 30 halbstrukturierte Patienteninterviews, ausgewertet anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Ergebnisse: Berichtete Barrieren waren späte Diagnosestellung, Hürden an Versorgungsschnittstellen, mangelnde Information über die Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten sowie intrapersonelle Hindernisse.

Schlussfolgerung: Optimierungsbedarf besteht hinsichtlich der Früherkennung, der Aufklärung und der Überbrückung von Wartezeiten.

Thieme E-Journals – Psychiatrische Praxis / Abstract

Reha-Bericht: Update 2014 der Deutschen Rentenversicherung erschienen

Mit dem Reha-Bericht: Update 2014 legt die Deutsche Rentenversicherung wieder die wichtigsten aktuellen Daten und Fakten zur Rehabilitation der Rentenversicherung vor. Ziel ist, das Leistungsgeschehen der medizinischen und beruflichen DRV_Reha_JB_titel_update_14Rehabilitation transparent und nachvollziehbar aufzuzeigen.

Der knapp 60-seitige Bericht beschreibt Umfang, Struktur und Ergebnis der Reha-Leistungen sowie die Ausgaben der Rentenversicherung für Rehabilitation, auf der Grundlage der routinemäßig erhobenen Statistikdaten und mit Schwerpunkt auf dem Jahr 2013. Die Routinedaten erlauben auch Aussagen zum Erfolg der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation, indem der Verbleib der Rehabilitanden im Erwerbsleben dargestellt wird.

Den Kern der Publikation macht die Entwicklung der Rehabilitation der Rentenversicherung, dargestellt in Zahlen, aus. Darüber hinaus lenkt der Reha-Bericht: Update 2014 den Blick auch wieder auf inhaltliche Weiterentwicklungen in den Bereichen Reha-Qualitätssicherung, Sozialmedizin und Reha-Forschung.

Der Reha-Bericht: Update 2014 der Deutschen Rentenversicherung steht als Download zur Verfügung und kann kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung Bund bestellt werden: www.reha-berichte-drv.de

Naturheilkundliche Behandlung von Schlafstörungen und Ängsten

Schlafstörungen, denen keine organische, endokrine oder psychiatrische Ursache zugrunde liegt, sind mit Phytotherapie gut behandelbar. Zu den wichtigsten Phytopharmaka zählen: Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse sowie Passionsblumenkraut. Außer einer zentral dämpfenden Wirkung besitzen alle auch eine angstlösende Wirkung. Zur Behandlung der schlafstörungsbedingten Erschöpfung
eignet sich Rhodiola rosea.

Im Beitrag wird ein Überblick zur Evidenz der Phytotherapeutika gegeben, zu möglichen Applikationsformen und Dosierungen sowie zu Kontraindikationen und unerwünschten Wirkungen.

Thieme E-Journals – Zeitschrift für Komplementärmedizin / Abstract

ICF-Assessment in der psychiatrischen Rehabilitation – Begründung einer eigenständigen Rehabilitationsdiagnostik

Ziel der Studie: Die Analyse versucht, die Sinnhaftigkeit einer eigenständigen Rehabilitationsdiagnostik nach ICF neben der Störungsdiagnostik nach ICD-10 aufzuzeigen.

Methodik: Eine quantitative Sekundärdatenanalyse eines Core Sets (ICF-Itemauswahl) für psychiatrische Rehabilitation wurde vorgenommen (n=77): Gibt es eigenständige, von der ICD-10-Diagnose Schizophrenie, affektive Störung oder Persönlichkeitsstörung unabhängige ICF-Beeinträchtigungstypen (explorative Faktorenanalyse) und gibt es eine systematische Zuordnung von Rehabilitationsinterventionen zu diesen Typen (Mittelwertvergleiche)? Dazu wurde das Core Set mit der ICD-10-Diagnose sowie mit den quantifizierten Interventionen gemäß dem Katalog therapeutischer Leistungen (KtL) der Deutschen Rentenversicherung verglichen.

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