Psychoonkologische Aspekte in der Versorgung von Prostatakarzinompatienten

Hintergrund: Psychosoziale und psychoonkologische Aspekte finden mittlerweile im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung von Tumorpatienten, welche körperliche, psychische und soziale Faktoren im Sinne des biopsychosozialen Verständnisses gleichgewichtig einbezieht, zunehmend Beachtung.

Ziel: Die Autorin des Beitrags gibt einen Überblick über die psychische Belastung sowie die Verteilung von Störungsbildern bei Krebspatienten und vermittelt anhand von Fallvignetten exemplarisch Einblick in häufig thematisierte Probleme in den verschiedenen Behandlungsphasen des Prostatakarzinoms.

Methode: Es erfolgte eine Auswertung der aktuellen Literatur sowie eigener Fallberichte.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Auch in der Urologie hat sich durch die Etablierung von zertifizierten onkologischen Zentren mit obligatorischen psychoonkologischen Angeboten die Versorgung der betroffenen Männer mit Prostatakarzinom auch im Hinblick auf deren psychosoziale Belastungsfaktoren verbessert. Dies ist ein bedeutsamer Entwicklungsschritt, wenngleich eine flächendeckende psychoonkologische Versorgung im ambulanten Sektor noch immer nicht gewährleistet ist.

Psychoonkologische Aspekte in der Versorgung von Prostatakarzinompatienten – Online First – Springer

Ältere Frauen: Kein Partner, kein Sex

Die meisten Frauen sind auch noch mit über 60 Jahren sexuell aktiv, allerdings nur dann, wenn sie einen festen Partner haben. Alle anderen haben praktisch keinen Sex mehr.

Ältere Frauen: Kein Partner, kein Sex – SpringerMedizin

Vegane und vegetarische Ernährung – Chancen und Risiken Teil 2: Präventives und therapeutisches Potenzial*

Vegetarische und vegane Ernährungsformen werden zunehmend beliebter. Im zweiten Teil des Beitrags wird das präventive und therapeutische Potenzial pflanzenbasierter Kostformen dargestellt. Die vorliegenden Studien zeigen, dass Vegetarier und Veganer ein teilweise deutlich geringeres Risiko für Übergewicht und Adipositas, Typ-2-Diabetes, Hypertonie, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und weitere ernährungsassoziierte Krankheiten aufweisen. Bei einigen dieser Erkrankungen konnten durch eine Umstellung auf vegetarische oder vegane Kost auch therapeutische Effekte erzielt werden. Vegetarische und vegane Kostformen bieten ein erhebliches, bisher kaum genutztes Potenzial zur Prävention und Therapie ernährungsassoziierter Krankheiten.

Thieme E-Journals – Ernährung & Medizin / Abstract

Hirnfunktionsstörungen: Hoher Bedarf an Neuropsychologen

Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, in das Erkenntnisse aus Medizin, Neurologie und Psychologie einfließen. Seit 2012 sind ambulante Behandlungen vom Gemeinsamen Bundesausschuss als Kassenleistung anerkannt.

Deutsches Ärzteblatt: Hirnfunktionsstörungen: Hoher Bedarf an Neuropsychologen (10.07.2015)

Psychische Erkrankungen und chronischer Kopfschmerz

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzerkrankungen überhaupt und haben eine 12-Monats-Prävalenz von > 10 %. Dabei gehen sie häufig mit psychischen Erkrankungen einher – Depressionen sind beispielsweise ein gesicherter Risikofaktor für die spätere Entwicklung chronischer Kopfschmerzen. Für andere psychische Störungen sind solche Zusammenhänge weniger klar. Eine internationale Gruppe hat das nun systematisch überprüft.

Thieme E-Journals – Journal Club Schmerzmedizin / Abstract

Mach mal Pause!

Zur Ruhe kommen, Kraft tanken, kurz Pause machen: Klingt gut, fällt uns im Alltag aber oft richtig schwer. Zehn Anregungen für effektive Pausenmomente

Mach mal Pause! | Apotheken Umschau

Patientinnen mit Mammakarzinom während Chemotherapie

Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Mukositis) treten häufig als Nebenwirkung einer Chemotherapie auf. Die je nach Schweregrad der Mukositis damit verbundenen Schleimhautschädigungen, Ulzerationen und Schmerzen können Probleme mit der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen verursachen und damit die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

Im Rahmen einer klinischen Untersuchung wurde bei 57 Patientinnen mit Mammakarzinom, begleitend zu einer Standardchemotherapie ([Tab. 3]), geprüft, ob und inwieweit einer oralen Mukositis vorgebeugt werden kann, wenn von Anfang an begleitend zur Chemotherapie eine Mundspül-Lösung basierend auf Traubenkernextrakt (OPC) eingesetzt wird. OPC (Oligomere Proanthocyanidine) werden aus Traubenkernextrakt gewonnen. Sie sind mit 70 % der Hauptbestandteil der Mundspül-Lösung. Darüber hinaus enthält die Lösung eine Mischung aus Gänsefingerkraut, Salbei, Ringelblume und Lavendel. Zu Beginn der Untersuchung wies keine Patientin eine Mukositis auf.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Die Anwendung einer kunsttherapeutischen Intervention in der Psychoonkologie

Krebspatienten beschreiben während der akuten Behandlungsphase ihrer Erkrankung häufig einen Verlust von Autonomie. Ziel war es, die Wiedererlangung der Patientenautonomie mit der Entwicklung einer strukturierten kunsttherapeutischen Intervention zu unterstützen. Es wurde ein Manual der Intervention formuliert, kunsttherapeutische Interventionen aus diesem Anwendungsbereich verglichen, die Collage als zentrale Technik der Intervention untersucht und eine Patientenstudie durchgeführt. In den letzten drei Teilstudien kam die Qualitative Inhaltsanalyse zur Auswertung des Datenmaterials zum Einsatz. Die entwickelte Intervention, die kurze strukturierte Kunsttherapie (KSKT®), weist wichtige Qualitätskriterien für kunsttherapeutische Interventionen in der Psychoonkologie auf. Gleichzeitig stützt die Collage autonome Entscheidungsprozesse im bildnerischen Gestalten. Die qualitative Patientenstudie zeigte, dass Patienten von der Begleitung durch die KSKT® profitierten, indem sie eine größere Einflussnahme auf ihre Lebensgestaltung wahrnahmen.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Psychische Gesundheit: Familie als Depressionsrisiko

Eine Familie gilt gemeinhin als soziale Ressource. Einen differenzierten Blick auf diese Annahme warfen jetzt US-amerikanische Entwicklungspsychologen. Sie befragten im Rahmen einer Langzeitstudie rund 880 Personen zwischen acht und 93 Jahren zu ihren familiären Beziehungen und zu psychischen Erkrankungen. Wie sich zeigte, haben Größe und Zusammensetzung einer Familie sowie das familiäre Klima in verschiedenen Lebensphasen einen unterschiedlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit. Es stellte sich außerdem heraus, dass eine Familie nicht immer ein Schutz vor Depressionen ist, sondern auch ein Risiko sein kann.

Deutsches Ärzteblatt: Psychische Gesundheit: Familie als Depressionsrisiko (10.07.2015)

Krafttraining gleich Krafttraining? Neue Erkenntnisse für die onkologische Trainingstherapie

Bewegungstherapeutische Maßnahmen sind mittlerweile integraler Bestandteil der onkologischen (Früh-)Rehabilitation. Neben dem Ausdauer- und Koordinationstraining ist das Krafttraining ein essenzieller Bestandteil der Bewegungstherapie, um beispielsweise den Nebenwirkungen eines Lymphödems, einer Antiandrogentherapie oder einer Kachexie entgegenzuwirken. Um das Outcome von Bewegungsprogrammen vor dem Hintergrund von verschiedensten Nebenwirkungen von onkologischen Erkrankungen und deren Therapien zu optimieren, sind zwingend weitere Studien notwendig. In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, inwieweit ein intensives Krafttraining einem moderaten Krafttraining hinsichtlich des Kraftzuwachses überlegen ist. Zu diesem Zweck wurden 31 Tumorpatienten ohne Krafttrainingserfahrung (unterschiedlichster Entitäten und Therapiestatus) in eine moderate Trainingsgruppe (MT, n=17) und eine Hypertrophietrainingsgruppe randomisiert (HT, n=14). Alle Patienten trainierten zunächst über 8 Wochen 2-mal wöchentlich in einem Kraftausdauerzirkel (je 2 Durchgänge), der 6 Kraftgeräte (je 20 Wiederholungen [Wdh]) für die großen Muskelgruppen beinhaltete. In den folgenden 8 Wochen trainierte die MT weiter bei 20 Wdh, wohingegen für die HT der Widerstand so erhöht wurde, dass lediglich 8–12 Wdh möglich waren. Die Maximalkraft der Patienten wurde vor Beginn der Intervention (t0), nach 8 Wochen (t1) und nach 16 Wochen (t2) mittels eines hypothetischen One-Repition-Maximum- (h1RM-)Tests erfasst. Die Ergebnisse zeigten bei ähnlichem Ausgangsniveau der beiden Gruppen einen signifikant erhöhten Kraftzuwachs für fast alle Muskelgruppen von t1 zu t2 in der HT. Der Mehrwert dieser Ergebnisse ist weniger die Feststellung, dass ein HT hinsichtlich des Kraftzuwachses einem MT überlegen ist, sondern vielmehr, dass ein HT auch für Tumorpatienten gut durchführbar ist. Insofern keine Kontraindikationen bestehen, kann somit intensives Krafttraining v. a. für den Muskelaufbau empfohlen werden. Ob der reine Kraftzuwachs für Nebenwirkungen wie das Fatigue-Syndrom eine zentrale oder eher untergeordnete Rolle spielt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract