Psychotherapeutenausbildung aus Sicht der Absolventen

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) sollten im Rahmen des Forschungsgutachtens unter anderem mit einer Absolventenbefragung die Situation in der Ausbildung beschrieben und wichtige Problembereiche identifiziert werden.
Im August 2008 wurden über die Landespsychotherapeutenkammern (LPK) alle seit 2002 approbierten nichtärztlichen Psychotherapeuten zu einer Befragung eingeladen. Es nahmen 863 Personen teil. Die Angaben von 666 Teilnehmern konnten ausgewertet werden; dies entspricht einer Rücklaufquote von etwa 20%.
Es hatten 57,6% der Befragten eine Vollzeitausbildung absolviert; knapp 50% konnten ihre Ausbildung in der vorgesehenen Zeit abschließen. Evaluation findet zu einem großen Teil nur in den Theorieveranstaltungen statt. Die praktische Tätigkeit (PT) I wurde bei 36,8% der Absolventen nicht vergütet. Es hatten 82% der Befragten in der PT I eigene Arbeitsbereiche, 38% davon betreuten diese ohne fachliche Anleitung.
Die Ausbildung dauert häufig länger als vorgesehen, die finanzielle Situation in der PT I ist ausgesprochen kritisch und steht in deutlichem Kontrast zu den Arbeitsbereichen in diesem Ausbildungsabschnitt. Weitere Detailergebnisse werden vorgestellt und diskutiert.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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